aktuelle Nachrichten und Termine

Teilnahme-Empfehlung:!

Fledermausexkursion im Kurpark in Bad Salzhausen

am Freitag den 5. Mai 2017 20:00 Uhr

Treffpunkt: Touristeninformation

Fledermäuse in der Dunkelheit aufzuspüren ist spannend und zieht Menschen immer wieder in den Bann. Fledermauskundler der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW Nidda) spüren mit Detektoren die Tiere im Kurpark auf. Mit Hilfe von Anschauungsmaterialen gibt es zu Beginn eine ausführliche Einführung in die Lebensweise der nachtaktiven Flugsäuger, hierbei werden auch verschiedene Aspekte wie z. B. Schutzmaßnahmen, Quartierangebot und Probleme mit der Windkraft erörtert. Mit Beginn des Ausfluges der ersten Fledermäuse nach Sonnenuntergang geht es auf eine kleine Wanderung durch den Kurpark. Hierbei werden die Rufe der Fledermäuse durch einen speziellen Fledermausdetektor den Beteiligten hörbar gemacht und die verschiedenen Arten bestimmt. Die Veranstaltung wird gegen 21:45 Uhr beendet sein. Die Teilnahme ist kostenlos.

Liebe Mitstreiterinnen, liebe Mitstreiter !

Die SDW ist Mitglied der Schutzgemeinschaft Vogelsberg (SGV) und unterstützt deren Forderung, die Trinkwasserentnahme aus dem Raum Vogelsberg, dem Hessischen Ried und dem Burgwald nicht noch weiter auszubauen.
Die Schutzgemeinschaft Vogelsberg (SGV) fordert, dass im Ballungsraum Rhein Main kostbares Trinkwasser nicht als Brauchwasser für WC-Spülungen, Autowäsche und Rasenbewässerung verschwendet wird. Ein zweites Wasserleitungssystem in Neubaugebieten ist technisch auch in Frankfurt und Umgebung machbar, es muss nur politisch gewollt und durchgesetzt werden. Die Eigenversorgung im Ballungsraum könnte dadurch weitgehend sichergestellt werden und der Import von hochwertigen Trinkwasser aus dem Vogelsberg und anderen ländlichen Gebieten könnte deutlich gesenkt werden. Die SGV fordert mit Nachdruck, dass die Fernwassergewinnung aus dem Vogelsberg, dem hessischen Ried oder dem Burgwald nicht weiter ausgedehnt wird. Eine weitere Forderung der SGV bezieht sich auf ein Lastenausgleich für Fernwassergebiete. Die ländlichen Gebiete subventionieren die nicht kostendeckende Wasserpreise im Rhein- Main Gebiet. Die Aufwendungen für den kostenintensiven Grundwasserschutz tragen nur die Menschen in den betroffenen ländlichen Regionen.

Diese Arten stehen in diesem Jahr im Mittelpunkt vieler Aktionen:

Über keinen anderen heimischen Baum wird so viel gestritten wie über die Fichte. Geschätzt als wichtigste Einkommensquelle in der Forstwirtschaft, wird die Fichte im Naturschutz geschmäht. Ihre Wahl zum Baum des Jahres 2017 wird Gelegenheit geben, mehr Klarheit in die Diskussion und die künftige Entwicklung dieses Baumes zu bringen. Die SDW pflanzt und informiert am 22.April über den Baum des Jahres.

Stellvertretend für alle Eulenarten hat der NABU den Waldkauz zum Vogel des Jahres gewählt. Mit ihm soll für den Erhalt alter Bäume im Wald oder in Parks geworben werden und eine breite Öffentlichkeit für die Bedürfnisse höhlenbewohnender Tiere sensibilisiert werden.

Die Blume des Jahres ist der Klatschmohn. Das gab die Loki-Schmidt-Stiftung bekannt. Mit der Ernennung will die Stiftung nach eigenen Angaben darauf aufmerksam machen, dass Ackerwildblumen zunehmend verloren gehen.

Die Deutsche Wildtier-Stiftung hat sich gemeinsam mit der Schutzgemeinschaft Deutsches Wild für die Haselmaus aus der Familie der Bilche entschieden. Sie ist extrem selten und viel zu scheu, um großes Aufsehen zu erregen. Das winzige Wesen mit Miniaturohren, dunklen Knopfaugen und einem Schwanz so lang wie der ganze Körper ist meist nachts unterwegs. Der kleine Nager ist gefährdet, in Sachsen-Anhalt sogar vom Aussterben bedroht. Ausgeräumte Agrarlandschaften ohne artenreiche Hecken und Gehölze, strukturarme Waldränder und der Mangel an unterschiedlichen Baumfrüchten sind für den Rückgang der Population mitverantwortlich. Wie Ihr Name schon sagt, lebt die 15 bis 35 Gramm schwere Maus energiereiche Haselnüsse, mit denen sie sich den nötigen Speck anfrisst, bevor sie sich im Oktober oder November zum Winterschlaf rüstet. Zum Überwintern bauen Haselmäuse dicht gewobene Nester in der Laubschicht am Boden.

Das Weiße Waldvöglein (Cephalanthera damasonium (Mill.) Druce) wurde von den Mitgliedern der Arbeitskreise Heimische Orchideen zur Orchidee des Jahres 2017 gekürt. Die Hauptblütezeit ist von Ende Mai bis Ende Juni. An beschatteten Stellen wachsen die Pflanzen meist einzeln mit waagrecht stehenden Laubblättern, an lichteren Stellen neigt die Art zur Büschelbildung mit steif aufrecht stehenden Blättern In vielen Bundesländern in Deutschland ist die wildwachsende Orchidee, die auch Bleiches Waldvöglein genannt wird, zu finden. Sie benötigt als Grundlage Zechstein oder Sedimente des Muschelkalks und kann sich auch auf Löß und Lößlehmböden wohlfühlen. Weil die Pflanze nur wenig Licht braucht, ist sie in aller Regel in Buchenwäldern, die können auch mit Hainbuchen oder mit Eichen bestückt sein, zu finden; ebenso in Fichten und Tannenforsten. Wenn diese Voraussetzungen nicht gegeben sind, wie etwa in Nord- und Nordostdeutschland sowie in manchen Mittelgebirgen, kann die Orchidee selten werden.

Die Vierfleck-Höhlenschlupfwespe (Diphyus quadripunctorius) wurde vom Verband der deutschen Höhlen- und Karstforscher e.V. zum Höhlentier des Jahres 2017 gewählt. Die Tiere überwintern in großer Zahl in Naturhöhlen, Bergwerksstollen und Felsenkellern. Diese Tatsache führte dazu, dass diese Schlupfwespenart zum „Höhlentier 2017“ gewählt wurde. Die Höhlenschlupfwespe steht für eine große Zahl an Tierarten, die auf geschützte und frostfreie Rückzugsorte unter Tage angewiesen sind. Verband der deutschen Höhlen- und Karstforscher e.V.

Abholzung der Regenwälder

Palmöl ist nicht nur für die Regenwälder eine Katastrophe, sondern auch für unsere Gesundheit. Im Juni vergangenen Jahres haben wir vor giftigen Schadstoffen in Produkten gewarnt, die raffiniertes Palmöl enthalten. Der Anlass war eine Studie der Europäischen Lebensmittelbehörde EFSA. Die EU-Experten weisen daraufhin, dass Glycidol und weitere Fettsäureester, die in sehr hohen Konzentrationen in raffiniertem Palmöl enthalten sind, das Erbgut zerstören, Organe schädigen und krebserregend sind. Nun schlägt ein internationales Team von Wissenschaftlern erneut Alarm. Palmöl fördert das Wachstum von Tumoren und die Bildung von Metastasen. Palmitinsäure, eine Hauptkomponente im Palmöl, ist dafür hauptverantwortlich, so der leitende Forscher Salvador Aznar Benitah vom Stammzell- und Krebslabor des Instituts für Forschung und Biomedizin in Barcelona.

Wälder in Flammen

Zwischen 15 und 20 Prozent aller Treibhausgasemissionen gehen mittlerweile auf Waldbrände zurück und heizen den Klimawandel an. Gleichzeitig geht wichtiger Lebensraum für Tiere und Pflanzen verloren. Nur etwa 4 Prozent aller Waldbrände haben natürliche Ursachen wie beispielsweise Blitzeinschlag. Ein Teufelskreis, denn immer größere Hitzewellen sorgen für mehr Brände. Die Nachfrage für Rohstoffe wie Holz, Palmöl oder Kautschuk steigt, werden natürliche Wälder stetig durch Brandrodung vernichtet.

Vermüllung der Weltmeere mit Plastikmüll

Wie eklatant wichtig ein Umdenken bezüglich der Plastikproblematik ist, zeigen nicht nur die alarmierenden Zahlen diverser Umweltschutzorganisationen. Auch die in jüngster Zeit massenhaft in den Medien kursierenden Bilder von Meereslebewesen, die an Plastikmüll erstickt oder schwer verletzt worden sind, geben Anlass zur Sorge. Laut WWF schwimmen pro Km2 zehntausende Plastikteile im Meer herum. Allein im Nordpazifik treibe ein Müllstrudel, der mittlerweile so groß sei wie Zentraleuropa. Wem diese Fakten jedoch allzu global und geographisch entfernt sind, der kann sich beim Gang durch die heimischen Supermärkte selbst ein exemplarisches Bild vom Ausmaß des Plastikwahnsinns machen, dem wir auch hierzulande frönen. Und damit sind nicht nur die hart gekochten Eier diverser namhafter Firmen gemeint, die nach dem Schälen im Doppel- oder Einzelpack in Plastik verschweißt und zum Verkauf angeboten werden – nein, auch die enorme und stetig wachsende Bandbreite an ausgiebig verpackten „Snacks“ und „To Go“-Produkten ist ein Sinnbild einer wenig nachhaltigen und auf Schnelllebigkeit bedachten Wegwerfgesellschaft. Um diesem Trend Einhalt zu gebieten, ist es von größter Wichtigkeit, ein klares Zeichen gegen die Vermüllung unseres Planeten zu setzen.

Wieviel Regenwürmer gibt es?

In einem Quadratmeter Boden können bis zu hundert Millionen Tiere leben - die eher unscheinbaren und oft winzig kleinen Lebewesen tragen dazu bei, unsere Böden fruchtbar zu halten oder vor Degradierung zu schützen. Senckenberg-Wissenschaftler haben maßgeblich an der Erweiterung der "Roten Liste" Deutschlands mitgearbeitet. Erstmals wurden in der bundesweiten Liste Bodenlebewesen wie Regenwürmer (2 Arten gelten als gefährdet), Hundertfüßer (3 Arten extrem selten) und Doppelfüßer (20 Prozent extrem selten) aufgenommen. Einen schönen "Nebeneffekt" hat die Arbeit auch: Um eine Grundlage für die Gefährdungsabschätzung zu haben, wurden für die Tiergruppen erstmalig historische und aktuelle Bestandsaufnahmen zusammengeführt. Davor wusste man beispielsweise nicht, wie viele Regenwurmarten in Deutschland heimisch sind. Jetzt weiß man es, es sind 47.

Die Fichte ist Baum des Jahres 2017

2017 steht botanisch im Zeichen einer Baumart die wie keine andere den deutschen Wald in den letzten zwei Jahrhunderten geprägt hat: die Fichte. Seit 27 Jahren ruft Dr. Silvius Wodarz den Baum des Jahres aus. Doch die häufigste Baumart Deutschlands – die Fichte – war bisher nicht dabei. Warum das Kuratorium Baum des Jahres um diese Nadelbaumart einen Bogen schlug hat Gründe: die Fichte polarisiert. Für die einen ist sie der Brotbaum der deutschen Forstwirtschaft, für die anderen der Inbegriff naturferner Monokulturen. „Man kann zur Fichte stehen wie man will – dennoch haben wir ihr einiges zu verdanken.“ sagt Wodarz „Die Fichte steht schon einige Zeit auf unserer Liste. Ich freue mich, dass wir 2017 über diesen ganz besonderen Jahresbaum diskutieren können.

Brotbaum oder Monokultur

Die Fichte ist der Symbolbaum für gelungene Wiederbewaldung in Deutschland: Holznot im 18. Und 19. Jahrhundert, Reparationshiebe und Wiederaufbau machten die Baumart in der Forstwirtschaft viele Jahre unersetzlich. Reine Fichtenwirtschaft zeichnet sich durch gute Holzerträge aus, jedoch ist das Risiko große Teile eines Bestandes durch Sturm und Forstschädlinge zu verlieren hoch. Ökologische Folgen von Fichtenreinbeständen sind Versauerung und Nährstoffverlusten des Waldbodens. „Man darf nicht vergessen, dass der Mensch die Fichte dort hin gepflanzt hat wo sie heute wächst. Auf dem richtigen Standort ist sie eine wunderbare Baumart.“ sagt Wodarz. Heute findet man die Fichte meist in Mischwäldern mit Buchen, Kiefern oder Douglasien. So kann der wertvolle, CO2 -neutrale Rohstoff Fichtenholz in einem stabilen Wald gewonnen werden.

Die Fichte und Klimawandel

Die Fichte gilt als die heimische Baumart mit dem ungünstigsten Anpassungspotenzial an kommende klimatische Veränderungen. Sie benötigt nur wenige Nährstoffe, die Wasserversorgung hingegen muss gewährleistet sein. Damit ist sie für Schwankungen der Niederschläge schlecht gerüstet. Die Aufgabe der Forstwirtschaft besteht darin, gefährdete Standorte zu erkennen und rechtzeitig mit klimaresistenten Baumarten anzureichern. „Die Fichte hat eine Zukunft in Deutschland – auch in Zeiten des Klimawandels. Es bedarf jedoch etwas Sachverstandes um sie heute sinnvoll in den Wald zu integrieren.“ erklärt Wodarz.

Hintergrundinformation

In Deutschland kommt die Fichte (Picea abies) in höheren Lagen der Mittelgebirge und den Alpen vor, oberhalb von 1000 Metern bildet sie oft natürliche Reinbestände. Der gerade Stamm und etagenweise Aufbau der Äste sind typisch. Die länglichen, braunen Zapfen hängen von den Zweigen herab und fallen im September zu Boden (bei Tannen dagegen stehen die Zapfen immer aufrecht auf den Zweigen und fallen nicht zu Boden!). Fichtennadeln sind spitz und stechen bei Berührung. Der Nähstoffbedarf der Baumart ist – bei guten Wuchsleistungen – gering. Stockt sie nicht standortgerecht, ist sie anfällig für Sturmwurf, Rotfäule und Borkenkäferschäden. Das Holz ist relativ leicht, fest und elastisch. Es eignet sich als Bauholz, für Möbel und als Rohstoff in der Papierindustrie.

Brotbaum Fichte

Seit knapp zwei Jahrhunderten prägt die Fichte den deutschen Wald. Ende des 18. Jahrhunderts war ein großer Teil der Wälder heruntergewirtschaftet, der Bedarf an Bauholz, Brennmaterial und Weidefläche groß. Die Fichte eignete sich als anspruchslose Baumart hervorragend zur Wiederaufforstung devastierter Standorte. Wo ursprünglich Laubwälder stockten, wuchsen bald reine Wälder aus gleichaltrigen Fichten heran, die große Mengen Holz lieferten..

weitere Infos der SDW-Nidda:

Bericht zu den Ergebnissen fledermauskundlicher Untersuchungen mittels Detektoren am Eschberg und Umgebung von unserem Fledermaus-Fachwart Adam Strecker liegt nun vor und kann hier heruntergeladen werden! Eine kurze Vorstellung des Berichtes liegt ebenfalls als Download vor.

SCHMETTERLINGSWANDERUNG: Im Sommer - Termin wird über die Presse bekannt gegeben.

Verhören von FLEDERMÄUSEN: Im Sommer - Termin/e wird/werden über die Presse bekannt gegeben.

Förderung des GARTENROTSCHWANZES: Diese Aktion der Unteren Naturschutzbehörde, die wir ebenfalls unterstützen, läuft in diesen Tagen an.

Meldung von SALAMANDER-VORKOMMEN - Bitte bei festgestellten Vorkommen den Vorstand/Vorsitzenden informieren.

Meldung von HIRSCHKÄFER-Vorkommen: Bitte auch weiterhin an den Vorstand melden.

WINDKRAFT-ANLAGEN im Raum Nidda und zwischen Ranstadt und Nidda: Wir sind gegen derartige Anlagen über Wald. Außerhalb, dort wo alle Kriterien stimmen, haben wir nichts gegen diese alternative Energie-Gewinnung, als Zwischenlösung bis es andere Technologien gibt.

GEPLANTE, ERHÖHTE WASSER-ENTNAHMEN AUS DEM VOGELSBERG: Hiergegen müssen wir massiv ankämpfen. Es kann nicht sein, dass Wasser-Gewinnungsgebiete im Raum Frankfurt zu Gunsten von Straßenbau oder Wohnbau-Gebieten geschlossen werden und dafür das benötigte Trinkwasser verstärkt aus dem Vogelsberg geholt wird. Auf die Gefahr hin , dass die Natur im Vogelsberg kaputt geht. WIR SIND SCHON AN DER GRENZE MIT DER ENTNAHME VON TRINKWASSER AUS DEM VOGELSBERG !!! (An die erheblichen Schäden der 60er und 70er Jahre muss erinnert werden!!!)

Geplante WALD-STILLLEGUNG: In einer Größenordnung von bis zu 2700 Hektar, vom Hoherodskopf über Eichelsdorf/Ulfa bis Langd scheint insbesondere aufgrund unserer Aktivitäten vom Tisch - Über die vielen Nachteile hatten wir berichtet.

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